Hinweise zum Blei im Trinkwasser

Das Trinkwasser ist unser wichtigstes und am besten kontrolliertes Lebensmittel. Die Stadt Hadamar liefert ein gutes Trinkwasser, das den Anforderungen der Trinkwasserver-ordnung (TVO) entspricht. Wir sorgen dafür, dass dieses Trinkwasser chemisch und hygienisch einwandfrei zu Ihnen ins Haus kommt.

Durch Leitungen aus Blei kann die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigt werden.
In Hadamar und den Stadtteilen finden sich im Verteilungsnetz keine Leitungen aus Blei.
Bleihaltige Wasserleitungen finden sich in Hausanschlussleitungen und in der Hausinstallation.
Hausanschlussleitungen sind Leitungen, die das Wasser von der Versorgungsleitung in Gebäude bis zum Wasserzähler führen.


Schadet Blei der Gesundheit?

Blei wird in geringen Konzentrationen gelöst und kann, wenn es regelmäßig getrunken wird, zu einer chronischen gesundheitlichen Belastung führen.
Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere sind besonders empfindlich gegenüber Blei im Trinkwasser, da es sich auf die Entwicklung des Nervensystems von Kindern negativ auswirken kann.
Die Versorgung mit Trinkwasser aus Bleileitungen sollte aus gesundheitlicher Vorsorge nicht dauerhaft erfolgen.


Rechtliche Vorschriften

Die derzeitige Trinkwasserverordnung (TVO) schreibt den gültigen Grenzwert für Blei im Trinkwasser vor.
Derzeit der Grenzwert bei 0,010 mg/l gesenkt.
Ziel der gesenkten Grenzwerte ist es, die Verbraucher besser vor einer gesundheitsschädlichen Aufnahme von Blei mit Trinkwasser zu schützen.
Die Reduzierung des Grenzwertes hat zur Folge, dass sämtliche noch vorhandene Hausanschlussleitungen aus Blei sowie auch Hausinstallationen aus Blei auszutauschen sind, da der Grenzwert von 0,010 mg/l in der Praxis bei vorhandenen Bleileitungen nicht einzuhalten ist.
Hierzu gibt es auch eine Empfehlung des Gesundheitsamtes des Landkreises Limburg – Weilburg.


Wo können Bleileitungen vorkommen und wie kann ich sie erkennen?

Bis Anfang 1970 kann bei dem Bau von Gebäude die Hausanschlussleitungen und auch die Hausinstallationen aus Blei als Leitungsmaterial verwendet werden.
Gebäude die nach 1970 gebaut wurden haben keine Bleileitungen.
Blei erkennt man dadurch, dass es sich um ein grau–silbriges Metall handelt. Es hat einen dumpf-metallischen Klang, ist nicht magnetisch und ist sehr weich. Freiliegende Leitungen können mit einem Messer eingeritzt bzw. abgeschabt werden.
Bleirohre sind in großen Bögen verlegt worden und an den Verbindungen ineinander geschoben, so dass sich dort dicke Wulste bilden.
Leitungen aus Kupfer oder Eisen sind im Gegensatz zu Blei hart und sind meistens über Formstücke rechtwinklig miteinander verbunden.


Wie kann ich mich gegen Blei schützen?

Wenn ich eine Bleileitung als Hausanschlussleitung oder in der Hausinstallation habe ist es wichtig, kein Wasser zu trinken, das über längere Zeit (auch über Nacht) steht. Das Wasser sollte erst getrunken oder zur Nahrungszubereitung verwendet werden, wenn es über längere Zeit (zwischen 3 – 10 min) abgelaufen lassen wurde.
Den sichersten und dauerhaften Schutz bietet nur der Austausch der vorhandenen Bleileitung.


Was tut die Stadt Hadamar gegen Blei?

Die Stadt Hadamar repariert aufgrund der Hinweise des Gesundheitsamtes des Landkreises Limburg – Weilburg keine defekten Bleileitungen. Wenn eine Hausanschlussleitung aus Blei defekt ist, so wird diese von der Hauptleitung bis zum Wasserzähler komplett in einem anderen Material (PE) ausgewechselt.
In Straßen, in denen die Hauptwasserleitung ausgewechselt wird, werden auch die vorhandenen Blei-Hausanschlussleitungen mit ausgewechselt.
Zusätzlich hat die Stadt Hadamar ein Blei-Leitungskataster erstellt. Nach diesem Kataster werden die noch vorhandenen Bleileitungen sukzessive ausgetauscht.