Stadtmuseum

Das Stadtmuseum Hadamar befindet sich in einem um das Jahr 1625 errichteten Wirtschaftsgebäude des Hadamarer Schlosses und wurde nach gründlicher Sanierung des Gebäudes hier im Jahre 1988 eröffnet.
Der Schwerpunkt des Stadtmuseums Hadamar liegt auf dem Schwarz-Weiß der Silhouette. Sie benutzt der Maler, Lebensreformer und Gesellschaftskritiker Karl Wilhelm Diefenbach (1851-1913) für seinen überdimensionalen Fries "per aspera ad astra" (= auf rauher Bahn zu den Sternen hinan) und der Graphiker und Scherenschneider Ernst Moritz Engert (1892-1986) für seine zahlreichen Scherenschnitte. Beide Künstler beherrschen diese Kunst in einem Maße, dass die Betrachter in dem Schwarz-weiss der Silhouetten mit größtem Vergnügen eine farbige und lebendige Welt erkennen.
Gezeigt werden im Stadtmuseum Hadamar auch Werke weiterer Hadamarer Künstler, die allgemeine Anerkennung gefunden haben, u.a. Josef Jeiter (1898-1968), Josef Kiefer (1906-1965) und vor allem Alois Koch (1910-2002). Wechselausstellungen sind unterschiedlichen Themen der bildenden Kunst gewidmet.
Angegliedert an das Stadtmuseum Hadamar ist das Stadtarchiv, dessen Aufgabe es ist, das Andenken an die reiche Geschichte der Stadt Hadamar und das Fürstentum Nassau-Hadamar zu bewahren und zu vermitteln.


Ernst Moritz Engert

Der Graphiker und Scherenschneider Ernst Moritz Engert stammt aus einer Hadamarer Familie und wurde am 24.2.1892 in Yokohama/Japan geboren. Kurz nach der Jahrhundertwende kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Sie ließ sich in Hadamar nieder, während Ernst Moritz Engert ein Kunststudium in München begann. Aus den üblichen akademischen Studien heraus entwickelte Engert zunehmend eine Beschränkung auf das Wesentlichen, schließlich auf den Umriss und das Schwarz-weiss der Silhouette.

 


Karl Wilhelm Diefenbach

Der Maler, Gesellschaftskritiker und Sozialreformer Karl Wilhelm Diefenbach wurde am 21.2.1851 in Hadamar geboren und besuchte ab 1872 die Akademie der Bildenden Künste in München. Eine schwere Erkrankung im Jahre 1873 führte zu einem Umdenken in Richtung einer naturgemäßen Lebensweise ohne Tabak, Alkohol und den Verzehr von Fleisch. Nach einem visionären Erlebnis im Jahre 1882 kämpfte Karl Wilhelm Diefenbach barfuss und in Kutte für sein Ideal: ein irdisches Paradies, gegründet auf ein Leben im Einklang mit der Natur. Angefeindet und als "Kohlrabiapostel" verspottet verließ er im Jahre 1885 München und gründete in Höllriegelskreuth eine erste Lebensgemeinschaft.

 


Alois Koch

Der Maler und Grafiker Alois Koch hat im Hadamarer Stadtmuseum seinen Platz gefunden. Er wurde am 26.7.1910 in Oberweyer geboren und lebte seit 1939 im niederbayerischen Straubing. Sein eindrucksvolles Werk aus allen Phasen seines künstlerischen Schaffens ist in der Eingangshalle des Museums der Öffentlichkeit in einer Dauerausstellung zugänglich gemacht worden. Impressionismus, Expressionismus und die Liebe zur Natur prägen seine Werke.

 


Kontakt

Schlossplatz 6-10
65589 Hadamar

Ansprechpartnerin
Frau Birgit Sucke
Tel. 06433 / 89 174
Fax. 06433 / 89 155
E-Mail tourismus@hadamar.de
Öffnungszeiten

April - Oktober
Sa. & So. 14.00-17.00 Uhr


Eintrittspreise:

Pro Person 2,- Euro.
Kinder bis 12 Jahre frei.
Gruppen ab 16 Personen zahlen 1,50 Euro p./P.