Der GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus
Der GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus erstreckt sich über eine Region von ganz besonderer geologischer, landschaftlicher, kultur- und montanhistorischer Qualität.
Hier können über 400 Millionen Jahre Erdgeschichte und über 2000 Jahre Bergbaugeschichte erkundet und erlebt werden. Ob Lahnmarmor und Eisenerz aus der Devonzeit im Lahn-Dill-Gebiet, Basalt und Ton des Tertiärzeitalters Westerwald oder die Spuren des Meeres und der Gebirgsbildung im Taunus: Überall bieten geologische Sehenswürdigkeiten den Besuchern die Möglichkeit, tief in die spannende Entwicklungsgeschichte der Erde einzutauchen.

Für das Stadtgebiet Hadamar finden Sie in diesem Bereich interessante Sehenswürdigkeiten.


 

Geotop: Das Steinkammergrab Niederzeuzheim

Das Steinkammergrab von Niederzeuzheim, einem Stadtteil von Hadamar zwischen Westerwald und Lahntal, ist ein Megalithgrab aus der späten Jungsteinzeit. In dieser Zeit zwischen 3.000 und 2.800 v. Chr. lebten hier Menschen der sog. Wartbergkultur. Diese Megalithkultur ist eine europäische Kulturerscheinung, die sich durch kollektive Totenbeisetzungen in großen, gemeinschaftlich errichteten, Steinkammergräbern auszeichnet. Die teilweise eingetiefte Anlage, die auch als Steinkistengrab bezeichnet wird, bestand ursprünglich aus mehreren plattenartigen Decksteinen, die von anderen Steinen getragen wurden und somit die Kammer oder Kiste bildeten.

 


Geotop: Heidenhäuschen

Das Heidenhäuschen - ein Bergrücken und zugleich ein Naturschutzgebiet - liegt nördlich von Limburg, bei Hadamar-Oberzeuzheim. Der Name leitet sich vermutlich von der ehemaligen Gerichtsstätte ab. Das Gebiet um das Heidenhäuschen (398 m ü. NN) mit Resten einer keltischen Ringwallanlage und umliegenden Basaltblöcken ist von prähistorischer Bedeutung; davon zeugen archäologische Funde. Jüngste Keramikfunde im Umfeld des Heidenhäuschens bei Oberzeuzheim belegen ein dichtes keltisches Siedlungsgebiet. 

 


Geotop: Glasmuseum

Ab sofort ist das Glasmuseum im Schloss Hadamar offiziell als so genannter Geopunkt in den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus aufgenommen. Geopunkte sind meist ehrenamtlich betriebene museale Einrichtungen mit regelmäßigen Öffnungszeiten und Führungs- und Beratungsangeboten. Mit der Aufnahme als Geopunkt in den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus ist eine gegenseitige Bewerbung und Vernetzung mit anderen Besuchereinrichtungen verbunden. Der Hinweis auf einen Geopunkt erfolgt durch die Aufstellung einer Gabione (0,5 x 0,5 x 1,0 m), die mit einem für die Lokalität typischen Gestein befüllt und mit einer Informationstafel ausgestattet wird.